Sommerekzem beim Pferd – mehr als nur Juckreiz
Sommerekzem beim Pferd – mehr als nur Juckreiz
Kaum wird es warm, beginnt für viele Pferde und ihre Besitzer eine anstrengende Zeit: Sommerekzem. Ständiges Scheuern an Mähne und Schweif, wunde, haarlose Stellen, ein unruhiges, gestresstes Pferd – wer einmal betroffen war, weiß, wie zermürbend das für beide Seiten sein kann.
Was steckt hinter Sommerekzem?
Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf den Speichel bestimmter Insekten, meist Kriebelmücken oder Gnitzen. Das Immunsystem des Pferdes reagiert überschießend, es kommt zu starkem Juckreiz, Hautentzündungen und offenen Stellen durch das Scheuern selbst.
Was viele nicht wissen: Nicht jedes Pferd, das gestochen wird, entwickelt Sommerekzem. Ob und wie stark ein Pferd reagiert, hängt stark davon ab, wie sein Immunsystem grundsätzlich aufgestellt ist. Genau hier liegt der Punkt, an dem eine rein symptomatische Behandlung – also nur das Jucken lindern – zu kurz greift.
Warum die Ursache tiefer liegt als nur die Mückenstiche
Die Insektenstiche sind der Auslöser, nicht die eigentliche Ursache. Häufig steckt dahinter ein Immunsystem, das aus dem Gleichgewicht geraten ist – oft begünstigt durch Stoffwechselbelastungen, einseitige Fütterung oder eine hohe Grundbelastung des Körpers, die sich im Frühjahr und Sommer besonders zeigt.
Aus ganzheitlicher Sicht lohnt sich deshalb ein genauerer Blick auf:
- Den Stoffwechsel: Ist die Leber ausreichend entlastet? Arbeitet der Darm zuverlässig?
- Die Fütterung: Passt die Ration zur aktuellen Belastung des Pferdes, oder verstärkt sie die Reaktion zusätzlich?
- Das Immunsystem insgesamt: Gibt es weitere Anzeichen für eine Dysbalance, etwa wiederkehrende Infekte oder andere Hautprobleme außerhalb der Sommermonate?
Wie ich als Tierheilpraktikerin ansetze
In meiner Praxis schaue ich mir bei Sommerekzem nicht nur die betroffenen Hautstellen an, sondern das Pferd als Ganzes. Mit einer strukturierten Anamnese und gegebenenfalls einer Haaranalyse lässt sich oft gut einordnen, wo die eigentliche Belastung liegt.
Je nach individuellem Bild kombiniere ich dann verschiedene Ansätze – etwa Bioresonanz zur Unterstützung der Selbstregulation, Homöopathie oder eine Anpassung der Fütterung nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ziel ist nicht, das Symptom kurzfristig zu unterdrücken, sondern das Pferd so zu stärken, dass es besser mit der Belastung durch die Insektenstiche umgehen kann.
Was du selbst tun kannst
Neben der individuellen Behandlung helfen einige Basismaßnahmen, die Belastung zu reduzieren:
- Ekzemerdecken und Fliegenschutz konsequent nutzen, besonders in der Dämmerung
- Weideflächen möglichst fern von stehenden Gewässern wählen, da sich Kriebelmücken dort vermehren
- Auf eine ausgewogene, nicht zu zuckerreiche Fütterung achten
Mein Fazit
Sommerekzem lässt sich selten von heute auf morgen lösen, aber mit einem ganzheitlichen Blick auf Stoffwechsel, Fütterung und Immunsystem lässt sich oft deutlich mehr erreichen als mit reiner Symptombekämpfung. Wenn dein Pferd unter Sommerekzem leidet, melde dich gerne bei mir – gemeinsam schauen wir, wo die Ursache liegt und wie wir sie angehen können.
